Wichtiges zur Versicherung

Seit 1974 bin ich im In- und Ausland als Rennarzt unterwegs. In all diesen Jahren erlebte und erlebe ich immer wieder, das viele Motorradfahrer nicht ausreichend versichert sind. Es ist eine Illusion zu glauben, eine deutsche, gesetzliche Krankenversicherung werde im Ausland akzeptiert. Außer teilweise in Österreich und Oberitalien, werden die Deutschen Versicherungskarten nicht anerkannt. Das heißt, im Falle eines Unfalls müssen Sie in der Regel durch Bargeldzahlungen in Höhe von bis zu 1000 Euro in Vorleistung treten. Zudem werden Transportleistungen im Ausland von der gesetzlichen Krankenversicherung gar nicht übernommen, zum Beispiel vom Unfallort mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus, bzw. vom Krankenhaus im Ausland zurück nach Deutschland.

Deswegen schreibe ich zwingend mit Abgabe der Nennung (bei Veranstaltungen im Ausland) das Vorhandensein einer zusätzlichen Auslandskrankenversicherung vor, z.B. ADAC -Plus Mitgliedschaft etc. Doch selbst wenn Sie diese haben, erfolgt ein Rücktransport in die Heimat nur bei geprüfter medizinischer Indikation. — Zur medizinischen Indikation: Praktisch in ganz Europa können Operationen aller Art auch im Ausland durchgeführt werden.

Deswegen mein Tipp: Beim „Risikosplitting“ von zwei Versicherungsgesellschaften entfällt bei ernsthafterer Verletzung die Überprüfung der medizinischen Indikation. Das heißt, wenn Sie eine ADAC-Plus-Mitgliedschaft haben oder den großen DMV-Schutzbrief und zusätzlich eine andere Versicherung die das Rücktransportrisiko mitversichert kann man Sie immer ohne Stress und ohne Kosten für Transport, Dolmetscher, Bürgschaft, Bargeld etc. nach Hause transportieren lassen.

Empfehlung:

Ich schlage folgendes vor: ADAC- oder DMV-Plus-Mitgliedschaft mit Schutzbrief und zusätzlich die Mitgliedschaft im Malteser Hilfsdienst (Weltweiter Rücktransport mit eingeschlossen) Kosten pro Jahr: ca. 95 bis 130 Euro.

Zur Unfallversicherung:

Obwohl keine Unfallversicherung ein „Rennstreckenrisiko“ (Fahrten zur Erzielung von Höchstgeschwindigkeit) mit einschließt, versuchen 90 % der verunfallten Motorradfahrer ihre vorhandenen privaten Unfallversicherung in Anspruch zu nehmen. Durch das erstbehandelnde Krankenhaus und den ersten Transport von der Rennstrecke ins Krankenhaus ist aber in aller Regel eine Rennstrecke als Unfallort dokumentiert.

Deswegen ist eine spezielle private Unfallversicherung, die das Rennstreckenrisiko beinhaltet sinnvoll. Sie müssen selber wissen und entscheiden, ob Sie mit ca. 15 Euro pro Veranstaltungstag Ihr Unfallrisiko absichern wollen. Die Kosten sind im Verhältnis zu dem Gesamtkosten bei einem Rennstreckentraining sehr gering.

Geltungsbereich und Umfang der Tagesunfallversicherung:

Die Tagesunfallversicherung wird für jede Veranstaltung separat über uns als Veranstalter abgeschlossen. Sie beginnt mit dem angegebenen Starttag ab dem offiziellen Veranstaltungsbeginn und endet mit dem angegebenen Schlusstag zum Ende der offiziellen Veranstaltung. Versichert sind Unfälle, die unmittelbar mit dem Fahren auf der Rennstrecke in Bezug stehen. Hierzu zählen, neben Unfällen auf der Rennstrecke, auch Unfälle im Fahrerlager und in der Boxengasse. Die Tagesunfallversicherung leistet ab einem feststellbaren Invaliditätsgrad von 26% infolge eines versicherten Unfalls. Die Versicherungssumme beträgt 50.000 EUR mit einer Progression von 200% und beinhaltet eine Todesfallleistung von 10.000 EUR. Die Maximalleistung im Vollinvaliditätsfall beträgt 100.000 EUR. Leistung ab 25% Invalidität.  Krankenhaustagegeld und Unfallrente sind nicht Bestandteil der Tagesunfallversicherung. Die Kosten dafür betragen 15 € am Tag. Der Antrag zum Abschluss einer Tagesunfallversicherung und die Versicherungssumme muss mit der Nennung und der Überweisung der Nenngebühr überwiesen werden.

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